Rheumatologie

Über 100 Millionen Europäer leiden an chronischen Schmerzen, fast die Hälfte der Schmerzleidenden wird nicht behandelt. Österreich liegt mit 23% innerhalb Europas an fünfter Stelle. Sie sind also mit Ihren Schmerzen kein Einzelfall!

Je früher eine effiziente Behandlung eingeleitet wird, desto größer ist die Chance, dass ein akutes Schmerzsyndrom nicht in ein chronisches übergeht, bzw. dass eine entzündlich rheumatische Erkrankung rechtzeitig erkannt wird und so bleibenden Schäden vorgebeugt werden kann.

 

Was kann der Rheumatologe für Sie tun?

Mit Hilfe eines ausführlichen Anamnesegespräches, der klinischen Untersuchung, spezieller Labordiagnostik und wenn nötig auch Röntgenaufnahmen besteht die Möglichkeit, die Ursache für den Schmerz zu finden, und eine gezielte, differenzierte Therapie in die Wege zu leiten.

Vielfältigste Erkrankungen können zu Schmerzen führen: Degenerativer Rheumatismus (Abnützungsrheuma), entzündlicher Gelenks-— und Weichteilrheumatismus sowie neuropathische (Nerven)Schmerzen, zum Beispiel im Rahmen von Bandscheibenleiden, Nervenkopressionssyndromen oder der Polyneuropathische Schmerz beim Diabetes Mellitus.

Dieses spezielle Wissen erwirbt der Rheumatologe in einer zweijährigen Zusatzausbildung im Anschluss an seine Facharztausbildung für Innere Medizin.

Unser therapeutisches Angebot

» Einleitung einer Basistherapie bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen

» Infusionstherapie

» Infiltrationen

» Gelenkspunktionen und Infiltrationen

» Knorpelaufbautherapie

» Kryotherapie

» Rheumazonen – Symptome & Ursachen

Therapeutische Möglichkeiten

Es bestehen, je nach Krankheitsbild, Diagnose und Schwere der Erkrankung, vielfältigste therapeutische Optionen, die für jeden einzelnen Patienten „maßgeschneidert“ werden müssen.

 

Was ist Rheuma?

Rheuma betrifft alle Altersstufen! Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass nur ältere Menschen Rheuma haben können.

Mehrere der über 100 bekannten rheumatischen Erkrankungen haben ihren Krankheitsbeginn gerade in jüngeren Lebensjahren.

Schmerzen, Steifigkeit – vor allem morgens – und Kraftlosigkeit sind die ersten Symptome, die zum Beispiel bei der Chronischen Polyarthritis, auch Rheumatoide Arthritis genannt auftreten. Diese Erkrankung befällt weltweit ca 1% der Bevölkerung, Frauen und Männer in einem Verhältnis von etwa 3:1. Die Chronische Polyarthristis kann durch Entzündungsvorgänge an den Gelenken zu deren Zerstörung, Fehlstellung und Funktionsverlust führen.

Durch eine frühzeitige Diagnosestellung und Einleitung einer entsprechenden Therapie kann das Fortschreiten der Gelenkversteifung und Zerstörung verhindert werden!

 

Morbus Bechterew

Beim Morbus Bechterew, welcher die größeren Gelenke und die Wirbelsäule befällt und hier durch Spangenbildung zwischen den Wirbelkörpern – wenn unbehandelt – zu einer Versteifung führt, aber auch zum Beispiel bei der Psoriasisarthritis, welche in manchen Fällen der eigentlichen Schuppenflechte vorangehen kann, große und kleine Gelenke befällt, ist der frühzeitige Beginn einer effizienten Therapie von größter Bedeutung.

Die Kollagenosen stellen eine weitere bedeutende Gruppe an Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises dar. Zu ihnen zählen der Lupus Erythematodes, die Sklerodermie, die Dermato- und Polymyositis und das Sjögrensyndrom. Manchmal können sogenannten Mischformen vorliegen, die das Zuordnen und Definieren zu einer der Kollagenosen erschweren. Bei den Kollagenosen können große und kleine Gelenke betroffen sein, es kann aber auch zu einer Mitbeteilung innerer Organe kommen, weshalb eine baldigst begonnene Therapie für den Patienten den größten Nutzen bringt.

 

Polymyalgia rheumatica

Zuletzt erwähnt sei noch die Polymyalgia rheumatica, welche den unerfahrenen Behandler gerne in die Irre führt. Betroffene Patienten sind zumeist älter als 65 Jahre, die Erkrankung befällt sie „aus dem Gesunden“. Im Vordergrund steht ein Leistungsknick mit Abgeschlagenheit, zu Beginn oft Fieber und Gewichtsverlust, für den vorher gesunden Patienten nicht erklärbar. Vor allem im Bereich des Schulter-und Beckengürtels treten Schmerzen und Steifigkeit auf, am Morgen und nach Ruhe besonders ausgeprägt. Längeres Sitzen, z.B. Autofahrten, Opernbesuche etc. wird für den Patienten zur Qual, denn aufgrund der Steifigkeit ist das Aufstehen und Wiederbewegen danach besonders beschwerlich. Mit Hilfe einer gezielten Anamnese und Laboruntersuchung (hohe Blutsenkung!) gelingt meist eine rasche Diagnosestellung und erfolgreiche Therapie.

 

Degenerativer Rheumatismus

Dem sogenannten Abnützungsrheuma liegt an sich keine primäre Entzündung zugrunde. Fehlstellungen, z.B. am Kniegelenk, Fehlhaltung der Wirbelsäule, Überlastung der Gelenke durch Übergewicht oder Sport und durch Knorpelverlust an den kleinen und großen Gelenken, entsteht im Laufe von Monaten und Jahren die sogenannte Arthrose. Arthrose entsteht im Grunde durch Knorpelschäden, welche in Folge zu Schmerzen, Fehlbelastung und Funktionsbeeinträchtigung führen.

Rechtzeitig intervenieren und therapieren ist auch beim degenerativen Rheuma wichtig, um chronische Schmerzzustände und weiteren Funktionsverlust zu verhindern.

Der Rheumatologe hat die Aufgabe, mit Hilfe eines ausführlichen Anamnesegespräches, der klinischen Untersuchung, gezielter Labordiagnostik und Röntgenaufnahmen, aus der Vielfalt an möglichen rheumatologischen Erkrankungen, eine Diagnose zu stellen.

Therapeutisch zur Verfügung steht die „schnelle Hilfe“ mit Infiltration, Punktion und Injektion einzelner schmerzhafter Regionen, sowie die Infusionstherapie. Der entzündlich rheumatische Patient muss zudem ehest möglich auf eine sogenannte Basistherapie eingestellt werden, die im Optimalfall bereits innerhalb der ersten 3 Monate ihre Wirksamkeit erweist.